Between Ending and Beginning:
- Madeline Fournier

- 2. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
I use the winter holidays as a conscious time to pause and to let go. It is a moment of transition in which the process matters more than any result. I reflect, sort through things, and ask myself what I no longer want to carry with me—not with the expectation of reaching clear answers or a finished state, but to find orientation through the act itself.
This ritual has accompanied me for several years and feels closely related to an artistic process. As in working on a piece, it is not about perfecting or completing something, but about removing layers, reconsidering decisions, and allowing uncertainty. Letting go is not a single act, but a recurring movement—tentative, sometimes contradictory, often incomplete.
The value does not lie in a visible outcome. Perhaps nothing tangible remains at the end: no clear resolutions, no final sense of order. Yet something shifts through the process itself—a change in attitude, in perspective, in the willingness to remain open. As in art, meaning does not reside solely in the finished work, but in the struggle, the revisions, and the continuation. That is precisely why I would not want to be without this ritual.

Zwischen Ausklang und Aufbruch:
Die Feiertage im Winter nutze ich bewusst, um innezuhalten und loszulassen. Es ist eine Zeit des Übergangs, in der weniger das Ergebnis zählt als der Weg dorthin. Ich reflektiere, sortiere aus und frage mich, was ich nicht länger mit mir tragen möchte. Nicht mit dem Anspruch, am Ende eine klare Antwort oder einen fertigen Zustand zu erreichen, sondern um im Tun selbst Orientierung zu finden.
Dieses Ritual begleitet mich seit mehreren Jahren und ähnelt für mich einem künstlerischen Prozess. Wie im Arbeiten an einem Werk geht es nicht darum, etwas zu perfektionieren oder abzuschließen, sondern darum, Schichten abzutragen, Entscheidungen zu prüfen und Zweifel zuzulassen. Loslassen ist dabei kein einmaliger Akt, sondern eine Bewegung, die sich wiederholt – tastend, manchmal widersprüchlich, oft unvollständig.
Der Wert liegt nicht im sichtbaren Resultat. Vielleicht bleibt am Ende nichts Greifbares zurück, kein klarer Vorsatz, keine endgültige Ordnung. Doch im Durchlaufen dieses Prozesses verändert sich etwas: die Haltung, der Blick, die Bereitschaft, Offenheit auszuhalten. Wie in der Kunst entsteht Bedeutung nicht allein im fertigen Werk, sondern im Ringen, im Verwerfen, im Weitergehen. Genau deshalb möchte ich dieses Ritual nicht missen.
Madeline


